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Die Technik im kurzen Überblick

Strömungsfilter

bio Filter

Osmoseanlage

Eiweissabschäumer

Kalkreaktor

Wasserstandsregulierung

UV-Klärer

Immer wieder hört man wie viel und teuere Technik in einem Meerwasserbecken gebraucht wird. Diese Aussage ist nur zum Teil richtig. Viele der technischen Einrichtungen sind nicht zwingend notwendig um ein Meerbecken betreiben zu können, jedoch erleichtert einem die Technik vieles.
Man sollte sich immer vom Spezialisten beraten lassen welche Technik denn nun für das eigene Becken sinnvoll oder auch zwingend notwendig ist und nicht einfach nach Herzenslust zusammen kaufen. Erfahrene Aquarianer helfen da einem auch gerne weiter.

Einer der wichtigsten Punkte zum Betrieb eines Meerbeckens ist eine gute Strömung. Also sind starke Strömungsfilter ein absolutes MUSS. Durch die starke Strömung können keine Zonen entstehen in denen das Wasser stillsteht und somit einen "Fäulnisprozess" auslösen kann. Zudem werden die feinen Korallenzweige somit auch von Ablagerungen befreit,- d.h. Ablagerungen können sich gar nicht erst absetzen.

Ebenfalls muss eine gute biologische Filterung gewährleistet sein. Sei dies nun über einen Innenfilter oder ein spezielles Filterbecken. Für kleinere Becken reichen allerdings Innenfilter. Zur biologischen Filterung tragen ebenfalls die lebenden Steine bei. Daher sollte bei diesem Punkt nicht gespart werden obwohl diese Steine relativ teuer sind.
Viele Aquarianer betreiben heute ihre Becken nur noch mit lebenden Steinen, ohne sonstige Filterung, und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn die Inneneinrichtung aus genügend lebenden Steinen besteht sollte es reichen dass die Filterung ausschliesslich über diese stattfindet.

Eine Osmoseanlage ist an den meisten Orten erforderlich. Unser Hahnenwasser ist nicht ideal für Fische und teilweise mit Stoffen belastet welche dem Aquariummillieu nicht gut tun. Daher sollte man das Wasser erst durch das Osmosegerät filtern bevor wir es für das Aquarium verwenden.

Als auch noch wichtige erscheint mir ein Eiweissabschäumer,- es soll auch Aquarianer geben welche ihre Becken ohne Abschäumer betreiben. Bei der Eiweissabschäumung werden organische Verschmutzungen des Aquarienwassers z.b. Eiweissverbindungen aus den Ausscheidungen der Tiere, als feiner Film an Luftblasen angelagert. Man kann sich das vorstellen wie wenn man Eiweiss mit einem Schwingbesen schlagen würde,- es entsteht ein Schaum. Genau das gleiche passiert mit dem Aquarienwasser. Durch Luftzufuhr wird das Wasser kräftig geschlagen und die Eiweissverbindungen haften an den Luftbläschen, steigen im Steigrohr nach oben in einen Auffangbehälter. Auf diese Weise lassen sich wirksam organische Verunreinigungen aus dem Aquarienwasser entfernen, ohne das sie in den biologischen Reinigungszyklus einbezogen werden.

Der Kalkreaktor ist ein ebenfalls sehr nützliches Hilfsmittel. Kann man mit ihm doch sicherstellen dass im Meerwasser immer genügend Calcium gelöst ist,- welches vor allem die Steinkorallen benötigen. Sollte man sich keinen Kalkreaktor anschaffen wollen, kann man auch Kalkwasser selber erzeugen und dies tropfenweise dem Wasser beigeben. Ebenfalls sind im Handel Kalkprodukte in Pulverform erhältlich.

Wasserstandsregulierung,- ein Luxus der sich lohnen kann. Da die meisten Meerwasserbecken nicht abgedeckt sind, bieten sie auch eine relativ grosse Fläche um Wasser zu verdampfen. Dies verdampfte Wasser müssen wir durch Süsswasser (das Salz verdampft ja nicht) ersetzen. Hierzu verwende ich Osmosewasser welches in einer 25l Kanne neben dem Aquarium steht. Mein Wasserstandsregulierer ist das EG3 der Firma Oblamatik GmbH. Eine kleine Sonde wird am Aquarium befestigt und auf den Wasserspiegel eingestellt. Sobald nun Wasser verdampft ist, wird aus der Kanne automatisch Osmosewasser nachgepumpt (sehr leise!). Der Wasserstand ist somit immer auf der gleichen Höhe. Zudem besitzt das EG3 noch weitere gute Funktionen wir Futterstop (über EG3 gesteuerte Pumpen schalten für 10min aus, danach stellt das Gerät selbst wieder alles intakt), oder Putzstop (über EG3 gesteuerte Pumpen schalten 2Stunden ab, alle 3Min. ertönt ein Warnton).

Ebenfals nicht zwingend, aber sehr nützlich kann sich ein UV-Klärer erweisen. Gerade wenn wir Korallen im Meerbecken halten gibt es oft kein wirksames Medikament gegen Krankheitserreger. Ein genügend starker UV-Klärer kann da wesentlich dazu beitragen die Keime zu verringern. Jedoch sollte man darauf achten dass ein starker Klärer nicht permanent läufft, denn nicht nur die unerwünschten Bakterien uns Sporren werden vernichtet, sondern auch die so wichtigen Nitrifikationsbakterien.

Februar 2002 / M. Kropf

 

 
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